Hunde benötigen ein starkes Immunsystem

Nicht nur wir Menschen, sondern auch Vierbeiner benötigen ein intaktes und starkes Immunsystem, um langfristig gesund zu bleiben. Hunde, die nach leichten Verletzungen, nach einer Magen-Darminfektion oder nach einer Erkältung immer wieder lange schwächeln, sollten dem Besitzer Grund genug sein, etwas für die Abwehrkräfte seines Hundes zu tun. Die gesunde Funktion des Immunsystems ist bei Hunden durch vielerlei Einflüsse bedroht. Parasitenbefall, bakterielle und virale Infektionskrankheiten, aber auch chronische Erkrankungen wie Allergien können dazu führen, dass die körpereigenen Abwehrkräfte eines Tieres nicht mehr richtig funktionieren. Alles, was der Hund an Krankheiten im Laufe seines Lebens durchmacht ist eine Belastungsprobe für das Immunsystem. Hundebesitzer sollten also auch kleine Krankheitszeichen, wie vorübergehendes Erbrechen oder Durchfall nach Nahrungsaufnahme, immer ernst nehmen.

Ständiges Husten oder Bewegungseinschränkungen an den Gelenken können ebenfalls durch ein zu schwaches Immunsystem ausgelöst werden. Auch wenn Hunde über einen Selbstheilungsmechanismus verfügen, der gewisse Defizite ganz von selbst wieder ausgleichen kann, so sollte dennoch nicht über gewisse Symptome einer Immunschwächung hinweggesehen werden. Schließlich geht es um die Agilität, das Wohlbefinden und die langfristige Gesundheit des Vierbeiners. Hunde reagieren außerordentlich empfindlich auf negativen Stress und zwar viel mehr, als wir Menschen uns das vorstellen können. Jeder Umzug, jeder Besitzerwechsel, hektische Umgebungen, neue Tiere im Haushalt aber auch Sportveranstaltungen oder Hundeausstellungen bedeuten für die Tiere purer Stress, was zwangsläufig auch ein Immundefizit nach sich ziehen kann.

Da jedes Tier anders reagiert, sind Hundebesitzer besonders gefordert, individuelle negative Veränderungen rechtzeitig wahrzunehmen und adäquat darauf zu reagieren. Denn Störungen im Immunsystem neigen zur Verselbstständigung, also dazu, chronisch zu werden, dem gilt es unbedingt vorzubeugen. Läuft der Hundekörper ständig auf Hochtouren, so bedeutet auch das einen Stress für das Immunsystem. Manche Hunde und Hunderassen reagieren grundsätzlich sensibler auf Umwelteinflüsse als andere, sensible Hunde sind also, was die Anfälligkeit für Immunschwäche angeht, noch anfälliger als ihre Artgenossen. Auch der Einfluss des Wetters auf das tierische Immunsystem darf nicht unterschätzt werden. Ein gesunder Hund kann Temperaturschwankungen in der Regel gut ausgleichen, Hundebesitzer sollten allerdings darauf achten, dass die Vierbeiner von der Kälte im Winter keine rissigen Pfoten bekommen. Durch diese kleinen Haarrisse können Krankheitserreger eindringen und bei immungeschwächten Tieren zu schweren Infektionen führen.

Schlafmangel ist bei Hunden ebenfalls ein wichtiger Faktor, welcher das Immunsystem nachhaltig schwächen kann. Vielen Hundebesitzern ist gar nicht bewusst, dass ein gesunder Hund bis zu 20 Stunden am Tag im Schlaf verbringen kann. Auch ein Hund muss runterkommen können, damit der Stresslevel gesenkt wird. Familien sollten ihren Kindern klarmachen, dass auch der Hund seine Ruhephasen benötigt und es kann auch sinnvoll sein, jegliches Spielzeug aus der Wohnung zu verdammen, damit ein Tier nicht ständig damit beschäftigt ist, sondern sich lieber ausruht. Einen weiteren ganz entscheidenden Einfluss auf ein gut funktionierendes Immunsystem hat die Hundeernährung. Schlechte Futterqualität kann schnell dazu führen, dass sich Krankheiten einschleichen, deren Ursache ein zu schwaches Immunsystem ist. Kraftlose Tiere mit mattem Fell könnten daher in den meisten Fällen eine Futterumstellung gut gebrauchen. Wer dennoch nur billiges Futter anbietet, sollte zumindest auf erprobte Nahrungsergänzungen zurückgreifen, um den Bedarf der Tiere an hochwertigen Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und Vitalstoffen zu decken.

Vorsicht ist auch geboten beim Thema Arzneimittel, werden beispielsweise Antibiotika zu oft und in zu hoher Dosierung verabreicht, kann die Darmgesundheit schnell darunter leiden. Bei Hunden hat es sich als hilfreich herausgestellt, wenn gleichzeitig zu einer Antibiotika-Gabe Makrobiotika zum Aufbau einer gesunden Darmflora gegeben werden. Auch müssen es nicht bei jeder Erkältungskrankheit Antibiotika sein, denn auch die Gabe von homöopathischen Komplexmitteln für die Veterinärmedizin können dabei helfen, das Immunsystem zu unterstützen und somit Infektionen vollständig auszuheilen. Das hohe Alter beeinflusst ebenfalls die physiologischen Funktionen des Immunsystems. Denn je älter ein Tier ist, umso höher die Anfälligkeit für Krankheiten. Ein älterer Hund produziert einfach weniger Abwehrzellen und Antikörper. Tierärzte bieten gerade für ältere Tiere spezielle Regenerationskuren für das Immunsystem an. Das ist sicher eine gute Investition in die Hundegesundheit. Um Belastungen des Immunsystems vorzubeugen, kommt es entscheidend auch auf die Mundhygiene an. Tierärzte können heute unter leichter Narkose eine umfassende Zahnreinigung vornehmen, was viel zur gesunden Funktion des Immunsystems beitragen kann.

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