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Bernhardiner

Der als Schweizer Nationalhund geltende Bernhardiner hat seinen historischen Ursprung am Bergmassiv des Großen St. Bernhard. Dort in den Walliser Alpen sorgen Augustiner-Mönche seit dem 11. Jahrhundert von ihrem Hospiz aus dafür, dass verirrte Passgänger gerettet werden. Dabei halfen ihnen von Anfang an große Alpenhunde, aus denen sich bis zum 19. Jahrhundert die heutigen Bernhardiner wie die Retterlegende Barry (1800 – 1814) entwickelt haben.

Sanftmütiger Gigant aus der Schweiz

Berühmt sind die Abbildungen von Kleine Rum-Fässer um den Hals tragenden Bernhardinern im Lawineneinsatz. Die heutigen Zuchtlinien sind allerdings in der Regel auf Massigkeit und Familientauglichkeit ausgerichtet. Im Ergebnis hat dadurch die notwendige körperliche Wendigkeit der wegen ihrer Spürnase und Einsatzfreude prinzipiell hervorragend für Rettungseinsätze geeigneten Bernhardiner gelitten. Bernhardiner werden deshalb nicht mehr sehr häufig als Rettungshunde eingesetzt.

Der Bernhardiner ist bekannt für seinen, im merkwürdigen Kontrast zu seiner Massigkeit und Stärke stehenden Sanftmut. Der Fremden zunächst eher zurückhaltende Großhund ist im Familienkreis oft tapsig-verspielt. Er liebt es, mit Kindern zu toben, wobei es wegen der schieren Ausmaße manchmal angezeigt ist, beim Tollen aufzupassen, nicht unter den schweren Hund zu geraten. Bernhardiner brauchen viel Platz und auch behäbigen Auslauf zum Wohlfühlen, sollten also nicht in engen Wohnungen gehalten

Rassenspezifische Merkmale

Die verhältnismäßig hochbeinigen Bernhardiner (FCI-Standard-Nr. 61) können eine Widerristhöhe von 90 cm erreichen und mehr als 100 kg schwer werden. Typisch für den großen Kopf über der oft ausgeprägten Halswamme sind die breiten Hängeohren, Falten über den braunen, melancholisch wirkenden Augen und der auffallende Nasenschwamm. Die Gesamterscheinung ist trotz der imposanten Größe eher schlank-harmonisch als gedrungen. Der kräftige Schwanz hängt im Ruhezustand bis zu den Sprunggelenken herab. Das Fell kann je nach Unterrasse kurzhaarig oder stock-langhaarig sein. Die weiße Grundfarbe des Fells ist fast immer mit rotbraunem Rücken- und Kopfmantel kombiniert. Gesicht und Brustbereich sind weiß.

Datenblatt

Einsatzgebiet

Familienhund, Lawinenhund

Größe Hündin

65-80 cm

Größe Rüde

70-90 cm

Gewicht Hündin

64-105 kg

Gewicht Rüde

70-120 kg

Durchschnittliches Alter

9 Jahre

Erbkrankheiten

Häufige Erkrankungen

Krankheiten, die sehr häufig auftreten oder die Gesundheit stark beeinträchtigen und häufig medizinisch bzw. chirurgisch behandelt werden müssen

Zuchtspezifische Erkrankungen

Diese Erkrankungen sind die durch Züchtung und Rasse-Standards entstanden. Sie führen regelmäßig zu ernsthaften Problemen und Unannehmlichkeiten.

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