fbpx

Bullmastiff

Bullmastiff sind indirekt die Folge des brutalen britischen Justizsystems im 19. Jahrhundert. Den Wild in den Jagdgründen der Oberschicht erlegenden Wilderern drohte bei Festnahme die aus Abschreckungsgründen öffentlich vollzogene Hinrichtung am Galgen. Vor diesem Hintergrund brauchten die Wildhüter kräftige Hunde, die nicht ihren Jagdinstinkten folgend aufgespürte Wilderer töten würden, sondern sie lediglich stellen sollten. So war gewährleistet, dass der Wilddieb publikumswirksam gehenkt werden konnte. Als Ergebnis entsprechender züchterischer Anstrengungen entstand der zunächst noch „Gamekeeper´s Nightdog“ genannte Bullmastiff.

Wachsames und meist gelassenes Kraftpaket

Die 1924 als Rasse offiziell anerkannten Bullmastiff sind eine Zuchtmischung aus Old English Bulldog, Old English Mastiff und Bluthund. Bullmastiffs fanden im 20. Jahrhundert unter anderem Verwendung im Polizei- und Wachdienst. Typisch für die Rasse ist, dass Warn-Situationen dem Halter nicht durch Bellen, sondern durch deutliches Stirn-in-Falten-Legen angezeigt werden.

Bei korrekter Erziehung und bei fachkundiger Sozialisierung sind die souveränen, in sich zu ruhen scheinenden Bullmastiff in der Regel ausgezeichnete und freundliche, häufig ausgesprochen kuschelige Begleit- und Familienhunde. Sie verfügen über einen ausgeprägten Schutzinstinkt. Bei falscher Haltung bergen die Bullmastiffs allerdings durchaus Problempotenzial. In einigen deutschen und österreichischen Bundesländern sowie Schweizer Kantonen werden deshalb vom Gesetzgeber an die Haltung von einem Bullmastiff besondere Vorbedingungen geknüpft.

Rassenspezifische Merkmale

Bullmastiffs sind von der FCI („Fédération Cynologique Internationale“) unter der Standard-Nr. 157 als „Doggenartige Hunde“ klassifiziert. Die bezüglich Körperbau, Fellbeschaffung, Maske (schwarz), mittellanger Rute und quadratischer Schädelform Boxer-Hunden entfernt ähnelnden Bullmastiffs sollen nach dem Rassestandard Widerristhöhen von 61 bis 69 cm aufweisen. Die Hunde bringen im Durchschnitt muskulöse 45 bis 55 kg auf die Waage und haben kleine dreieckige Hängeohren. Das harthaarige Fell ist kurz. Es ist in vielen Farbvarianten (oft hellbraun mit weißen Abzeichen auf der Brust) rassekonform.

Datenblatt

Einsatzgebiet

Polizeihund, Familienhund

Größe Hündin

61-66 cm

Größe Rüde

64-69 cm

Gewicht Hündin

41-50 kg

Gewicht Rüde

50-59 kg

Durchschnittliches Alter

9 Jahre

Erbkrankheiten

Häufige Erkrankungen

Krankheiten, die sehr häufig auftreten oder die Gesundheit stark beeinträchtigen und häufig medizinisch bzw. chirurgisch behandelt werden müssen

Andere Erkrankungen mit erhöhter Wahrscheinlichkeit

Diese Erkrankungen treten weniger häufig auf oder sind weniger bedrohlich als die oben genannten.

Zuchtspezifische Erkrankungen

Diese Erkrankungen sind die durch Züchtung und Rasse-Standards entstanden. Sie führen regelmäßig zu ernsthaften Problemen und Unannehmlichkeiten.

Hinweis: Die Inhalte unserer Seiten wurden mit größter Sorgfalt erstellt. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte können wir jedoch keine Gewähr übernehmen.

Weitere Hunderassen