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Deutsche Dogge

Trotz ihrer imponierenden mit erheblicher Kraft gepaarten Größe ist die Deutsche Dogge ausgesprochen sensibel. Ihr Wesen ist von dem Wunsch bestimmt, in ihrer Menschen-Familie als Mitglied aufgenommen zu sein. Dazu gehört ihre bis zur Schmusigkeit ausgeprägte Anhänglichkeit. Deutsche Doggen hassen es, von ihren Bezugspersonen getrennt zu sein. Die Haltung von Deutschen Doggen in Zwingern gilt deshalb als nicht artgerecht und birgt hinsichtlich der Sozialisierung dieser Hunde erhebliche Risiken. Gegenüber Fremden verhalten sich Deutsche Doggen meist eher zurückhaltend. Die normalerweise ausgeglichenen Tiere haben zwar eine hohe Reizschwelle, können aber bei tatsächlichen oder vermuteten Angriffen ein erhebliches Kampfpotenzial nutzen.

Sensibler Riese mit Familiensinn

Die Rassegeschichte der Deutschen Dogge ist seriös für die Zeit ab dem 16. Jahrhundert belegt. Der Ursprung der Rasse liegt in englischen Kreuzungen von Wolfshunden mit Mastiffs. Die kostspieligen Hunde wurden im Hochadel vor allem bei der Bären- und Wildschweinjagd eingesetzt. Im 19. Jahrhundert entstand dann aus den Nachkommen von nach Deutschland eingeführten Exemplaren der „Englischen Dogge“ die zunächst oft auch als „Ulmer Dogge“ oder „Dänische Dogge“ bezeichnete „Deutsche Dogge“. Weltberühmtheit erlangte die Rasse als „Reichshunde“ spätestens nachdem die Dogge des deutschen Reichskanzlers Bismarck beim Berliner Kongress 1878 dem russischen Außenminister die Hosen zerbissen hatte.

Wer eine Deutsche Dogge in seine Familie aufnehmen möchte, sollte über gute Kompetenzen bei der Hundeerziehung verfügen. Außerdem sollte Interessenten klar sein, dass die Haltung von Deutschen Doggen mit erheblichem Finanzaufwand verbunden ist. Hunde dieser Rasse sollen eher nicht in großstädtischen Etagenwohnungen gehalten werden. Genügend Freilaufmöglichkeit in Garten und Landschaft wird von Experten dringend empfohlen. Deutsche Doggen leiden häufig unter rassetypischen Herzerkrankungen und Dysplasien. Ihre durchschnittliche Lebenserwartung ist mit etwa sieben Jahren gering.

Rassenspezifische Merkmale

Die als Wach- und Schutzhunde, vor allem aber als Familienhunde beliebten Deutschen Doggen gehören zu den größten Hunden weltweit. Nach dem Zuchtstandard (FCI-Nr. 235) sollten die Rüden dieser Rasse mindestens eine Schulterhöhe von etwa 80 cm erreichen. Deutsche Doggen mit einem Stockmaß von 90 cm sind aber keine Seltenheit. Der muskulöse, schlanke Körper ruht auf so langen Beinen, dass die Körpersilhouette einem Quadrat entspricht. Die mittelgroßen, hochansetzten Ohren gehören zu einem kantigen, aber auch schlank-eleganten Kopf mit breiter Nase und gut erkennbaren Lefzen. Der dünne Schwanz ist mittellang. Das extrem kurze Fell entspricht dem Rassestandard wenn es gelb, gelbgestromt, schwarz-weiß-gefleckt („Tigerdoggen“) oder schwarz/schwarzblau mit weißen Abzeichen ist.

Datenblatt

Einsatzgebiet

Familienhund, Begleithund

Größe Hündin

71-81 cm

Größe Rüde

76-86 cm

Gewicht Hündin

45-59 kg

Gewicht Rüde

45-90 kg

Durchschnittliches Alter

9 Jahre

Erbkrankheiten

Häufige Erkrankungen

Krankheiten, die sehr häufig auftreten oder die Gesundheit stark beeinträchtigen und häufig medizinisch bzw. chirurgisch behandelt werden müssen

Zuchtspezifische Erkrankungen

Diese Erkrankungen sind die durch Züchtung und Rasse-Standards entstanden. Sie führen regelmäßig zu ernsthaften Problemen und Unannehmlichkeiten.

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