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Jagdhundeausbildung – wie gehst du dabei vor?

Die Jagdhundeausbildung ist Teamarbeit für dich und deinem treuen Gefährten. Die Zusammenarbeit mit einem Jagdhund kann im beruflichen Alltag viel Freude bereiten – sofern man sich auf seinen tierischen Partner verlassen kann. Grundvoraussetzung dafür ist die Ausbildung zum Jagdhund, bei der die natürliche Verhaltensbiologie des Hundes berücksichtigt und bereits vorhandene Verhaltensweisen gefördert werden müssen. Die verschiedenen Jagdmethoden spielen bereits in der Ausbildung eine Rolle und sollten vom Welpenalter an sorgsam trainiert und gefördert werden, damit man sich im späteren Einsatz eines treuen Gefährten sicher sein kann.

Ablauf der Jagdhundeausbildung

Vom Welpenalter bis zum ausgebildeten Hund!

Schon nach der Aufnahme des Tieres aus den Händen des Züchters, meist mit ca. 8 Wochen, beginnt das erste Training – die Grundausbildung. Sitzen, Ablegen und Leinenführung werden trainiert, anschließend folgen die ersten Apportier- und Bringübungen. Schon früh sollte man den Vierbeiner mit dem späteren Arbeitsumfeld vertraut machen: Abenteuer in Wald und Wiese, Erkunden der Natur, Schweißarbeit am Riemen und das Fördern der Freude am Wasser sind das A und O für eine erfolgreiche Ausbildung zum Jagdhund. Dabei sollte die Umwelt stets mit allen relevanten Einflüssen erlebt und erlernt werden – dazu gehört auch ein sanftes Heranführen an die ersten Schüsse.

Dabei sollten Sie stets im Blick behalten, das die Ausbildung in kleinen Schritten absolviert werden muss und Stress unbedingt vermieden werden sollte. Auch ein beständiger Wechsel von Trainingsorten und wetterunabhängigen Übungseinheiten hilft, die Erfolge zu sichern. Gehorsam dagegen muss immer – 24 Stunden am Tag – vom Hund gefordert und eingeholt werden. Andernfalls ist auch im beruflichen Einsatz kein Verlass auf das Tier gewährleistet.

Ausbildungsgrundlagen – in jedem Bundesland verschieden

Die Voraussetzungen, um an der Jagdhundeprüfung teilzunehmen, sind in jedem Bundesland verschieden. Während in einigen Bundesländern ausschließlich ein reinrassiges Tier mit beglaubigter Ahnentafel die Prüfung zum Jagdhund ablegen darf, ist dies in anderen Bundesländern sogar Mischlingen mit Jagdhund-Anteil erlaubt: Hier wird lediglich auf Eignung getestet. Für individuelle Informationen dazu, sollten Sie den Jagdgebrauchshundverband (JGHV) kontaktieren.

Was Mensch und Tier zu einer Jagdhundeausbildung mitbringen sollten

Um an der Prüfung teilzunehmen, sollten Mensch und Hund gewisse Voraussetzungen erfüllen. Beim Hund spielt – je nach Bundesland – die Rasse eine Rolle, aber auch grundsätzliche Charaktermerkmale sollten vorhanden sein, um das Tier zum Jagdhund auszubilden. Man erwartet vom Vierbeiner, dass er aufgrund seines Wesens, seiner Sinnesleistungen und seiner körperlichen Verfassung die bei der Jagd gestellten Aufgaben erfüllen kann. Ferner sollte der Hund über folgende Eigenschaften und Fähigkeiten verfügen, um zur Prüfung zugelassen zu werden:

  •  Fähigkeit der sozialen Einordnung
  • Natürliche Ruhe
  • Freude bei der Arbeit
  • Härte beim Einsatz, dosierte Wildschärfe
  • Ordnungsgemäße Führigkeit
  • Kraft und Ausdauer

Doch nicht nur an den Hund werden Erwartungen gestellt, auch der Mensch muss mit einigen Fähigkeiten und Talenten ausgestattet sein, um als Jagdhundebesitzer zugelassen zu werden. Grundvoraussetzung ist hier eine positive Grundeinstellung zum Vierbeiner, der als andersartiger Partner betrachtet werden sollte. Auch Konsequenz, das sichere Führen des Tieres, Ruhe und Ausgeglichenheit sollte der Hundeführer mitbringen, um erfolgreich im Umgang mit einem Jagdhund arbeiten zu können. Natürlich muss auch im eigenen Heim der notwendige Platz vorhanden sein, um ein anspruchsvolles Tier unterzubringen. Während der kompletten Jagdhundeausbildung sollte sich der Führer über das Wesen seines Tieres im Klaren sein und das Training entsprechend diesen Bedürfnissen anpassen – und auch das notwendige Know-how mitbringen, um das Tier sorgsam auszubilden.

Hilfe bei der Ausbildung – Jagdhundetraining in der Gruppe und im Einzelunterricht

Nicht immer ist man allein dazu im Stande, seinen Jagdhund auf alle Gegebenheiten des beruflichen Alltages vorzubereiten. Hier kommen zahlreiche „Hundeschulen“ ins Spiel, die sich auf die Jagdhundeausbildung spezialisiert haben und dementsprechend die notwendigen Fachkenntnisse bereits mitbringen. Es gibt meist sowohl Gruppen- als auch Einzelunterricht für das Tier, während dem der Hund auf alle relevanten Aufgaben der Prüfung sorgsam vorbereitet wird. Eine durchschnittliche Ausbildung zum Jagdhund dauert ca. 7-12 Monate.

Die Prüfung zum Jagdhund

Es gibt verschiedenste Prüfungen zum Gebrauchshund, die Bestandteil der Jagdhundeprüfung sind. Dazu zählen unter anderem die Bringtreueprüfung, verschiedene Schweißprüfungen, Wasserprüfungen und vieles mehr. Abschluss der Ausbildung ist die Verbandsprüfung des JGHV – es werden jedoch regelmäßige Wiederholungsprüfungen erwartet, sowohl seitens des Halters, als auch des Hundes. Je nach Bundesland, Rasse und Charakter des Tieres muss der Abschlussprüfung eine Brauchbarkeitsprüfung vorausgehen, bei der sichergestellt wird, dass sich das Tier für den Einsatz bei der Jagd eignet.

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